Brunnenbohren, Brunnenrohr, Tiefbrunnenpumpe

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Wie bohre ich einen Gartenbrunnen ? – Schritt für Schritt erklärt.

  • Welches Werkzeug und welches Brunnenbaumaterial ist dazu erforderlich?
  • Welches Brunnenrohr sollte man verwenden?
  • Welche Tiefbrunnenpumpe ist geeignet?
  • Was kostet es, einen Brunnen zu bohren oder bohren zu lassen?
  • Rechnet sich ein eigener Gartenbrunnen überhaupt, wieviel Kosten spart ein Brunnen wirklich?

Lohnt sich der Aufwand und die Plackerei überhaupt?

Wenn wir mal von einer Grundstücksgröße von 400 bis 500 m² ausgehen, sind in einem richtig trockenen Sommer ungefähr 160 m³ Gießwasser erforderlich. Das war jedenfalls mein Wasserverbrauch im ersten Betriebsjahr des selbst gebohrten Brunnens. Im gleichen Zeitraum habe ich 50 m³ Hauswasser verbraucht, für das ich incl. MWSt und Abwassergebühr 340 Euro bezahlt habe. Für 160 m³ wären das dann 1088 Euro gewesen. Je nach Grundstücksgröße (kann man eine Schmutzwasserrückerstattung von ca. 100.-Euro erhalten die man dann natürlich von den Wasserkosten abziehen muss.

 Die Einsparung im ersten Jahr betrug also bereits ungefähr 988.- Euro. Dem stehen Die Kosten von 1100.- Euro für Werkzeug und Material, inclusive Tiefbrunnenpumpe gegenüber. Damit dürfte die Gretchenfrage. ob es sich lohnt einen Brunnen selbst zu bohren, wohl positiv zu beantworten sein, denn nach weniger als 14 Monaten schreibt man nach dieser Berechnung schwarze Zahlen.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass professionelle Brunnenbauer in unserer Gegend für die Herstellung eines 15 Meter tiefen Bohrbrunnens inclusive Grundmaterial bis zur ersten Zapfstelle ca. 3200-3500 Euro verlangen. Aber selbst diese Ausgaben würden sich nach weniger als 4 Jahren amortisieren. Man kann also feststellen, dass sich ein eigener Brunnen ab einer gewissen Grundstücksmindestgröße bezahlt macht.

BrunnenausbauzeichnungBevor die eigentlichen Brunnenbohrarbeiten beginnen dürfen, bedarf es zunächst der Abklärung, welches Genehmigungsverfahren bei der jeweils zuständigen unteren Wasserbehörde für das Niederbringen der Bohrung selbst und für die Wasserentnahme erforderlich ist. Dieses Verfahren ist natürlich unabhängig davon, ob der Brunnen von einer Fachfirma oder in Eigenarbeit bebohrt wird.

 

In meinem Fall dauerte die Genehmigung lediglich 3 Wochen und war sehr unbürokratisch. Gelegentlich kann das aber je nach Örtlichkeit schon aufwendiger werden.

 

Spezialwerkzeuge zum Brunnenbohren : Brunnenbohrer, Dreibein und Kiespumpe.

Wenn der richtige Ort fürs Brunnenbohren gefunden ist. beginnt die Arbeit mit dem Handbrunnenbohrer. Dazu kann im Prinzip jeder Erdlochbohrer benutzt werden, wie er auch zum Ausheben von Löchern für Zaunpfosten oder Pfähle für Wäschespinnen benutzt wird. Der Brunnenbohrer unterscheidet sich von einem normalen Erdlochbohrer nur dadurch, dass er für das bis zu 10 Meter tiefe Loch halt stückweise verlängert werden kann.

 

Brunnenbohrung im Schutzrohr

Brunnenbohrer im Schutzrohr

Den Durchmesser des Brunnenbohrers wählt man am besten so, dass er gerade noch in ein als Schutzrohr ins Bohrloch abzusenkendes KG-Rohr passt. Das Schutzrohr ist deshalb von Vorteil, weil es, sobald die Brunnenbohrung eine größere Tiefe als ca. 5 m erreicht hat, verhindert, dass die Brunnenbohrung durch nachrutschenden Sand und Kies in der Tiefe wieder zugeschüttet wird. 15 mm Bohrspindeldurchmesser passen gerade noch durch ein DN 160  KG Rohr mit 160 mm Außendurchmesser und 152 mm Innendurchmesser.

Brunnenbohrer kaufen oder mieten?

Den Brunnenbohrer selbst kauft man sich am Besten, und verkauft ihn dann nach Abschluss der Brunnenbohrarbeit wieder weiter. In Onlineshops sind Preise etwa um 50 Prozent der Kosten für einen neuen Brunnenbohrer zu erzielen, sodaß im Endeffekt Kosten in Höhe von 50 bis 60 Euro für den Brunnenbohrer entstehen.

Natülich kann man sich einen Brunnenbohrer auch mieten. Wenn man sicher ist, die Arbeit an einem Wochenende zu schaffen, mag das auch Sinn machen. Wer aber bis auf 8 oder 10 Meter runter muss und täglich nur 2 Stunden bohren kann, für den lohnt sich das Mieten wohl kaum. Da sind dann, wenn sich Schwierigkeiten einstellen und die Arbeit sich hienzieht, dann schnell mal die Kosten für ein Neugerät erreicht.

Brunnebohrung

Selbstbau-Brunnenbohrer

Die Dritte Möglichkeit ist, sich einen Brunnenbohrer selbst zu bauen, wenn man ohnehin Spaß an Metallarbeiten hat, über die nötigen Kenntnisse und die entsprechenden Gerätschaften verfügt, ist dies eine gute Möglichkeit mit wenig Geld zu seinem ganz individuellen Bohrer zu kommen. Auf diese Art und Weise baut man sich das Ding in der Kalten Jahreszeit für die kommende Bohrsaison selbst zusammen. Hier auf der Homepage von Uwe Rosenberger gibt es eine ganz tolle Bauanleitung für den versierten Heimwerker.

Mit dem Brunnenbohrer arbeitet man sich bis möglichst bis zum Grundwasserspiegel durch. .Am praktischten sind Rohrstücke mit 2 Metern Länge. Soblald die Bohrung den Grundwasserspiegel erreicht, wird das Kies-Wasser Gemisch von der Bohrspindel rutschen und der Brunnenbohrer kann nicht mehr weiter benutzt werden. Ab hier geht es dann mit der Kiespumpe weiter.

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Manchmal verläuft eine Brunnenbohrung aber nicht so glatt. Gefürchtet sind vor allem dicke Steine und zähe Lehm- oder Tonschichten.

Steine kann man, wenn man Glück hat mit einem schweren Fallmeisel zertrümmern oder zur Seite drücken. So einen Fallmeisel kann man sich aus einer schweren Eisenstange und einem Kreuzmeisel selbst herstellen. Dabei besteht aber die Gefahr, dass das Brunnenrohr am unteren Ende beschädigt wird. Insbesondere minderwertiges KG Rohr neigt zum Splittern bei entsprechender Beanspruchung durch den herabfallen Meisel. Dann geht meist gar nichts mehr, die Bohrung muss schlimmstenfalls aufgegeben werden.

Wenn der Grundwasserspiegel noch nicht erreicht  ist und der Brunnenbohrer seinen Dienst versagt, kann man das Bohrloch mit dem Wasserschlauch fluten, um die Kiespumpe schon jetzt einsetzen zu können. Es bietet sich an, das KG Schutzrohr bis es ebenerdig abschließt voranzutreiben und anschließend das endgültige blaue Brunnenrohr innerhalb des KG Schutzrohres bis zu Bohrgrund abzusenken. Ab jetzt wird innerhalb des blauen Brunnenrohres mit der Kiespumpe weitergearbeitet.

Brunnenbohren mit der Kiespumpe am Dreibein.

Brunnenbohrungmit der KiespumpeDie Kiespumpe, ein ca. 80 bis 90 cm langes Stahlrohr, besitzt einen Kolben in ihrem Inneren und funktioniert im Prinzip wie eine umgekehrte Luftpumpe. In das KG Schutzrohr wird blaues Brunnenrohr bis zum Bohrgrund abgesenkt. In dieses endgültige Brunnenrohr wird die Kiespumpe in das wässrige Sand-Kies Gemisch am Boden der Brunnenbohrung abgesenkt. Durch ruckartiges Ziehen am Seil, welches am oberen Ende des Kolbens befestigt ist, bewegt sich dieser in der Kiespumpe nach oben und zieht dadurch Sand und Kies in das Pumpeninnere. Das Klappenventiel am Kiespumpenboden verhindert, dass das Bohrgut wieder aus der Kiespumpe rutscht. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Kiespumpe voll ist und über die Umlenkrolle am Dreibein aus dem Brunnenrohr gezogen wird.

Das Brunnenrohr durch ein ca. 150 kg Gewicht beschwert, sinkt bei jedem Zug am Kolben der Kiespumpe ein Stück nach unten. Das Dreibein sollte mindestens so hoch sein, dass die Umlenkrolle in 3 Meter Höhe über dem Boden hängt. Eine tolle Bauanleitung für ein Dreibein gibt es hier auf der Homepage von Uwe Rosenberger.

Der Plunscher, die abgespeckte Kiespumpe

Der Plunscher ist eine einfache Form der Kiespumpe. Er besitzt keinen Kolben, sondern nur einen Bügel am oberen Ende des  Stahlrohres. Am unteren Ende besitzt er das gleiche Klappenventil wie die Kiespumpe.

Der Sog im Plunscher wird durch kräftiges Hochreissen des Rohres erzeugt. der so erzeugte Unterdruck ist natürlich wesentlich geringer , als der durch den Kolben der Kiespumpe erzeugte. Deshalb ist der Plunschvorgang auch entsprechen langsam und mühsam. Das Absenken des Brunnenrohres geht so wesentlich langsamer vor sich. Da ein Plunscher sehr einfach herzustellen ist, liegt der Preis eines Plunscher auch nur bei rund 60 Euro. Außerdem ist ein Plunscher natürlich leichter im Eigenbau herzustellen.

Bei jedem Plunschvorgang muss der ganze Plunscher mit Inhalt hochgerissen werden, bei der Kiespumpe wird ja nur der Kolben gezogen. Erst beim Heraufholen muss das volle Gewicht gehoben werden. Eine Kiespumpe ist also viel kräfteschonender als ein Plunscher. Je tiefer ein Brunnen gebohrt werden muss, desto positiver wirkt sich die höhere Leistung einer Kiespumpe aus. Da lohnt sich dann die Mehrausgabe für eine Kiespumpe schon. Ich möchte daher hier auch keine Kaufempfehlung für einen Plunscher aussprechen.

Das richtige Brunnenrohr

Einige Hobby-Brunnenbohrer verwenden als Brunnenrohr einfach das billige KG-Abflussrohr. Anfangs oder bei einfachen Bodenverhältnissen und einem Grundwasserstand von bis zu 5 Metern mag das gelegentlich auch funktionieren. Fragt sich nur wie lange, insbesondere wenn die Filterstrecke mit Feinsäge selbst geschlitzt wurde. Sollte die Umgebung der geschlitzten Filterstrecke aus dem richtigen Sand Kies Gemisch bestehen, mag dieses „Brunnenrohr“ vielleicht auch länger funktionieren. Ganz oft dringt durch die viel zu groben Schlitze Feinsand ein und die teure Tiefbrunnenpumpe stirbt dann den schnellen Sandtod.

BrunnenrohrProfessionelles Brunnenrohr dagegen ist meistens blau eingefärbt, die Wandstärke ist wesentlich dicker und der Kunststoff wesentlich zäher und druckstabilers als das zweckentfremdete KG Rohr. Außerdem halten die 0,1 bis 0,5 mm feinen Filterschlitze den Sand von der Tiefbrunnenpumpe fern. Dies dankt die Tiefbrunnenpumpe dann mit einer wesentlich längeren Lebensdauer.

Außerdem ist das blaue Brunnenrohr ganz einfach mittels Trapezgewinde zusammenzuschrauben. Das KG Rohr dagegen muss mit kleinen Schrauben, Blindnieten oder Kunststoffkleber mühsam zusammengepfriemelt werden. Sonst könnte das Brunnenrohr ja kaum gedreht oder auf und ab bewegt werden. Außerdem muss bei jedem Teilstück der Wulst für den Gummidichtungsring entfenrnt, abgeflext werden, weil dieser Rand den Vortrieb des unprofessionellen Brunnenrohrs natürlich stark hemmt.

Je nach Grundwasserstand, ich gehe hier von 9 Metern aus, sollte das blaue Brunnenrohr ca. 15 Meter in den Boden geplunscht werden. Logischerweise befindet sich die Filterstrecke von mindestens 2 besser aber drei Meter Länge am unteren Ende des Brunnenrohres tief im Grundwasser. Vor der Filterstrecke kann man dann noch 50 cm Sumpfrohr aus einem Vollrohrstück anordnen. Das Brunnenrohr sollte in der Größe DN 115 gewählt werden um ausreichend Platz für eine 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe zu haben

Die richtige Tiefbrunnenpumpe.

Tiefbrunnenpumpe stark zugesetzt

Verockerte Tiefbrunnenpumpe nach 7 Betriebsjahren

Bei einer Brunnenbohrung dieser Dimension, welche im Endausbau für die automatische Bewässerung eines ca. 400 bis 500 m2 großen Grundstückes ausgelegt ist, sollte man bei der Auswahl der Tiefbrunnenpumpe auf solide Qualität achten, deren Leistungsfähigkeit auch den Anforderungen des Gartenprojektes gewachsen ist. Die Tiefbrunnenpumpe sollte in der Lage sein einen  den Anforderungen entsprechenden Betriebsdruck und eine für den Betrieb mehrerer Verbraucher ausreichende Wassermenge liefern zu können. Eine Tiefbrunnenpumpe mit einer auf dem Typenschild angegebenen Druckleistung von 6 bar und einer Literleistung von 6000l/h wird in der Realität, wenn sie in 10 Meter Tiefe im Brunnenrohr hängt, eben beim Verbraucher nur noch 4,5 Bar und vielleicht 4,7 m³ Wasser anliefern können. Die genannte Leistung ist für diese Gartengröße ohne weiteres geignet, darunter sollte man aber beim Kauf der Tiefbrunnenpumpe nicht gehen.

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Sandresistente Tiefbrunnenpumpe

Sand ist der natürliche Feind aller Tiefbrunnenpumpen. Durch seine schmiergelnde Wirkung setzt er der Pumpenmechanik ganz schön zu und verkürzt deren Lebensdauer. Hochwertige, moderne Tiefbrunnenpumpen kommen meist mit einem Sandanteil von bis zu 50 gr/m³ gut zurecht. Wenn der Sandanteil größer wird, sollte man sehr sorgfältig bei der Auswahl einer möglichst sandresistenten Tiefbrunnenpumpe sein. Es gibt natürlich Ausführungen die auch mit einem höheren Sandanteil zurechtkommen, ca. 150 gr/m³ obwohl sie auch nach der Stufenradtechnik aufgebaut sind.

Anders arbeiten dagegen Tiefbrunnenpumpen nach dem sogenannten Schraubenprinzip. Prinzipiel unterscheiden sich die Leistungsdaten von Stufenradpumpen und Schraubenpumpen beträchtlich. Schraubenpumpen können einen wesentlich höheren statischen Druck aufbauen. (bis zu 14 bar) liefern dafür aber eine geringere Wassermenge (2500-3200 Liter/h). Eine Stufenradpumpe bringt es dagegen auf realistische 4.500 Liter/h. Wer also dauerhaft mit einem hohen Sandanteil rechnen muss und deshalb eine sandresistente Schraubenpumpe einsetzt kann halt einfach weniger Regner auf ein mal bedienen. Bezugsquelle hier

Wie auch immer, ob sandverträglich oder nicht, Sand schmirgelt immer und es gibt keinen Brunnen vollständig ohne Sandeintrag. Insofern ist die Lebensdauer einer Tiefbrunnenpumpe immer vom Sandeanteil des geförderten Grundwassers beeinflusst und der Verschleiß einfach abhängig von der Sandmenge,  der Einsatzdauer und der Konstruktion der Brunnenpumpe. Die verschleißbedingte  „Todesursache“ ist nahezu ausschließlich auf den Sand zurückzuführen.

Ein Hunter- Getrieberegner PGJ mit einer Wurfweite von ca. 11 Metern benötigt eine Wassermenge von ca. 1,07 m³/h. Die beschriebene Tiefbrunnenpumpe kann also einen Bewässerungsabschnitt mit 4 Regnern versorgen. Damit ist aber nicht die ganze Grundstücksgröße abgedeckt. Deshalb ist im Verlegeplan eine zweite oder 3 separate Schleife mit weiteren Regnern vorzusehen, die dann einfach nacheinander einzuschalten sind. Unter diesen Voraussetzungen reicht die Pumpenleistung aus um das ganze Grundstück zu versorgen

Druckleitung und Anschluss der Tiefbrunnenpumpe

Die Tiefbrunnenpumpe hat meist einen Anschluß von 1 Zoll oder 1 1/4 Zoll Innengewinde, an welches die mindestens 32 mm starke Druckleitung aus PE-Rohr angeschlossen wird. Am besten nutzt man für die Verbindung hochwertige Messing-Schraubfittings. Die Pumpe sollte aber nicht an der Druckleitung aufgehängt werden. Durch die Vibrationen und die Umdrehungszahl der Pumpe entstehen Kräfte, welche eine Plastik Verschraubung überfordern. Deshalb ist als eigentliche Aufhängung der Tiefbrunnepumpe ein Edelstahl oder Nylonseil als Sicherung einzubauen. Von der Strangverteilung an kann die Rohrverlegung für die einzelnen Regnerkreise dann in der Größe 25 mm ausgeführt werden. Die Verlegung der relativ steifen, in Ringen gelieferten Ware kann bei kälterer Witterung schwierig werden. Es hilft, wenn man das PE Rohr auseinanderzieht, an beiden Enden fixiert und in die Sonne legt. Auch ein vorsichtig angewendeter  Heißluftfön leistet gute Dienste.

Die Tiebrunnenpumpe sollte ca. 2 Meter unter dem Grundwasserspiegel aber auch mindestens 1 Meter über der Filterstrecke hängen. Häufig wird der Fehler gemacht, die Tiefbrunnenpumpe im Filterbereich aufzuhängen, was dann oft zu frühem Zusetzen der Filterschlitze oder gar zum Pumpentod führen kann. Die bei dieser falschen Positionierung auf die Filter wirkenden Saugkräfte sind einfach zu groß.

Wenn das Brunnenrohr also 15,5 Meter tief eingebracht ist und der Grundwasserstand bei 9 Metern liegt, sollte die Pumpe in 11 Meter Tiefe also 1 Meter über der bei 12 Meter beginnenden Filterstrecke von 3 Metern hängen.

Brunnenbohren Schritt für Schritt – Das Handbuch für Brunnenbohrer

Das gesamte Prozedere bei der Realisierung eines eigenen Gartenbrunnens von der Einholung der wasserechtlichen Genehmigung über das Brunnenbohren und Verlegen der Versorgungsleitungen bis schließlich zur Inbetriebnahme einer vollautomatisierten Gartenbewässerung ist auf 122 bebilderten Seiten in dem Handbuch für Brunnenbohrer „Gartenbrunnen selbst bohren“ sehr ausführlich beschrieben.

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Wasserverteilung im Garten

 

Ob das Wasser nun von der Brunnenpumpe eines Bohr- oder Schlagbrunnens stammt oder aus der Hauswasserleitung kommt, ist letzten Endes gleichgültig. Wichtig ist die möglichst komfortable Verteilung desselben an die Stellen des Grundstücks wo es gebraucht wird. Im einfachsten Fall genügt dazu eine Handschwengelpumpe und eine große Gießkanne. In einem überschaubaren Garten ist dies die wohl einfachste und am kostengünstigsten zu realisierende Wasserverteilung. Geht es dagegen um eine sehr komfortable Versorung eines großen Grundstückes mit unterschiedlichem Bewuchs und daher auch unterschiedlichem Wasserbedarf, ist die Sache schon nicht mehr ganz so einfach. Da bedarf es dann schon eines ausgedehnteren Leitungs- oder Schlauchnetzes.

Sollen die Zuleitungen unsichtbar sein, ist Erdarbeit angesagt. Kleine schmale Gräben, mindestens in mehr als Spatentiefe müssen zur Verlegung des PE Rohres ausgehoben werden. Dazu bedarf es der sorgfältigen Planung und Vorbereitung auf der Grundlage der Leistungsdaten von Tiefbrunnenpumpe, Hauswasserwerk oder der Hausanschlussleitung und der einzusetzenden Beregnungs und Bewässerungskomponenten.

Soll die Steuerung der Bewässerungsanlage dann in der höchsten Stufe des Komforts erfolgen, ist ein Bewässerungssteuergerät, möglichst noch mit Regen- und Witterungssensoren erforderlich. Dieser Bewässerungscomputer regelt  die Ansteuerung der einzelnen Bewässerungssektoren soweit automatisch, dass er, einmal richtig programmiert, ohne weiteres als „Urlaubsvertretung“ eingesetzt werden kann. Aber auch sonst erfordert eine solche Anlage den minimalst denkbaren Arbeitsaufwand beim richtigen Bewässern des Grundstückes. Es ist natürlich klar, dass zwischen der Minimallösung mit Schwengelpumpe und der Vollautomatisierung ohne weiteres ein 4-stelliger Preisunterschied besteht . Andererseits sind zum Beispiel die beiden für eine Vollautomatische Steuerung benötigten Grundgeräte von Gardena schon für unter 160.- Euro zu haben.

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Das Kindle E-Book „Gartenbewässerung planen und einbauen“ ist dabei möglicherweise eine nützliche Hilfe für den Selberbauer.

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Den frühen Sandtod der Tiefbrunnenpumpe verhindern.

Kaum ein Bohrbrunnen hat überhaupt keinen Sandanteil im geförderten Wasser.

Bis zu 50 Gramm pro Kubikmeter Wasser sollten auch neuere Tiefbrunnenpumpen klaglos verarbeiten können. Allerdings gilt grundsätzlich: Sand schmiergelt alle drehenden Teile einer Tiefbrunnenpumpe und verschleißt sie daher früher oder später. Es kommt also darauf an, den Sandanteil einerseits so niedrig wie möglich zu halten oder falls das nicht möglich ist eine möglichst sandresistente Pumpe einzusetzen.

Den Sandanteil im Brunnenwasser hält man so niedrig wie möglich indem man:

  1. Kein grob geschlitztes KG Rohr (Kanalisationsrohr) als Filterstrecke benutzt
  2. Die Tiefbrunnenpumpe mindestens 1 Meter über dem Beginn der Filterstrecke montiert
  3. Das Brunnenrohr am unteren Ende mit einem Quelltonstopfen verschließt, damit durch die Grundöffnung des Brunnenrohrs kein Sand eindringen kann
  4. Den Brunnen vor der endgültigen Inbetriebnahme zunächst mit verminderter Pumpleistung klarpumpt.

Mit verminderter Leistung klarpumpen kann man, indem man eine alte schon abgenutzte Pumpe benutzt, deren Saug und Druckleistung schon eingeschränkt ist.

Die zweite Möglichkeit wäre eine Membranpumpe zu benutzen die ihre Pumpwirkung über eine mit schneller Frequenz viebrierende Gummimembran erzeugt. Diese Pumpen haben gegenüber einer normalen Brunnenpumpe mit rotierenden Stufenrädern eine wesentlich geringere Leistung.

Die dritte Möglichkeit wäre der normalen Tiefbrunnenpumpe einen mechanischen Druckschalter nachzuschalten. Ein mechanischer Druckschalter ist einstellbar. Durch drehen an einer kleinen Spindel kann sowohl der Ein- als auch der Ausschaltdruck eingestellt werden. Bei entsprechender Reduzierung ereicht die Pumpe dann halt nur z.B 2/3 ihres Maximaldruckes. Nach dem Klarpumpen kann dann der Ausschaltdruck wieder erhöht werden.

Generell ist es empfehlenwert die Tiefbrunnenpumpe nicht mit Maximaldruck laufen zu lassen.

 

Die Darstellung der Produkte wurde mit dem Plugin AAWP umgesetzt.

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